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Schlaf und Beruhigung

Was ist Schlaf?

"Der Schlaf ist für den ganzen Menschen, was das Aufziehen für die Uhr ist." (Arthur Schopenhauer)

Dieser einfacher Satz verdeutlicht die Bedeutung des Schlafes. Der Schlaf ist ein lebenswichtiger Vorgang. Ausreichender Schlaf ist eine Grundvoraussetzung für Ausgeglichenheit und körperliche Leistungsfähigkeit. Fehlt der Schlaf, kann dies erhebliche Folgen haben.

Der Schlaf ist ein regelmäßig wiederkehrender Erholungszustand, bei dem die physiologischen Vorgänge wie Kreislauf, Atmung und Puls verlangsamt sind und der Organismus schwächer auf äußere Reize reagiert.

Alle Körperfunktionen und somit auch der Schlaf unterliegen einem Rhythmus. Taktgeber des Schlafes ist das Tageslicht. In der Dunkelheit werden körpereigene Hormone ausgeschüttet, die dem Körper signalisieren, dass es Zeit zum Schlafen ist.

Was passiert im Schlaf?

Während des Schlafes durchläuft der Körper mehrere Schlafstadien in festgelegter Reihenfolge. Diese unterscheiden sich in der Tiefe des Schlafes.

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Beim Einschlafen gleitet der Körper zuerst in eine Leichtschlaf-Phase. Dieser schließt sich ein Stadium des mitteltiefen Schlafes an, darauf folgt eine Tiefschlafphase. Anschließend werden diese Stadien in umgekehrter Reihenfolge durchlaufen. Am Schluss dieser Schlafperiode folgt eine REM-Schlaf-Phase.

REM ist die Abkürzung für "Rapid Eye Movement" und bedeutet "schnelle Augenbewegung". Damit wird die Schlafphase beschrieben, in der sich die Augen sehr schnell bewegen. Während der REM-Phase ist das Gehirn aktiver als im Wachzustand. In dieser Phase des Schlafes finden die meisten Träume statt, an die man sich beim Aufwachen allerdings in der Regel nicht erinnern kann.

Eine Schlafperiode dauert ungefähr 90 Minuten und wiederholt sich in der Nacht 4- bis 7-mal.

Je länger der Schlaf andauert, umso kürzer werden die Tiefschlaf-Phasen. Die REM-Phasen hingegen nehmen an Dauer zu. Ausreichender Tiefschlaf ist für die Erholung des Körpers wichtig, im REM-Schlaf werden Gedächtnisinhalte verarbeitet. Nur wenn der Schlaf-Zyklus mit seinem Wechsel von Leicht-, Tief- und REM-Phasen ungestört abläuft, kann sich der Körper optimal erholen.

Die Schlafdauer und die Schlafzyklen sind unter anderem vom Alter abhängig. So brauchen Neugeborene circa 18 Stunden Schlaf und verbringen einen Großteil davon mit Träumen. Mit zunehmendem Alter werden die REM-Phasen kürzer.

Schlafbedürfnis

Schlaf ist unverzichtbar und eine wesentliche Voraussetzung für Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Doch wie viele Stunden Schlaf pro Tag sind ausreichend?

Das persönliche Schlafbedürfnis ist so individuell wie die Menschen selbst. Es gibt Menschen, die mit 5 Stunden Schlaf auskommen - andere fühlen sich erst nach 10 Stunden Schlaf und mehr ausgeruht. Mit zunehmendem Alter nimmt das Schlafbedürfnis ab. Neugeborene schlafen circa 18 Stunden täglich. Im Laufe der Kindheit und Jugend sinkt das Schlafbedürfnis. Erwachsene brauchen im Schnitt 7-8 Stunden Schlaf pro Tag. Nach dem 50. Lebensjahr sinkt das Schlafbedürfnis bei vielen Menschen auf etwa 6 Stunden.

 

Schlafbedürfnis pro Tag

Schlafbedürfnis pro Tag in Abhängigkeit vom Alter

All diese Zeitangaben sind Durchschnittswerte, die je nach Person stark schwanken können. Ein Mittagsschlaf wirkt sich auf die Schlafdauer in der Nacht aus.

Jeder Mensch sollte die Möglichkeit haben, so lange schlafen zu können, wie er es für sein körperliches Wohlbefinden braucht.

Schlafzeiten

Der Erholungswert des Schlafens ist unabhängig von der Uhrzeit des Schlafengehens. Die Meinung, dass "nur der Schlaf vor Mitternacht der gesündesten ist", stimmt so nicht. Im Allgemeinen kann man zwischen zwei Schlaftypen unterscheiden:

Der Morgentyp (Lerche):


Der Morgentyp wacht morgens frühzeitig auf und ist direkt leistungsfähig. Er erreicht sein Leistungsmaximum am Vormittag. Am Nachmittag lässt die Leistungskurve allmählich nach, am frühen Abend stellt sich eine zunehmende Müdigkeit ein. Morgentypen gehen in der Regel früh schlafen.

Der Abendtyp (Eule):

Der Abendtyp kommt morgens nur schwer aus dem Bett und wacht später auf. Er erreicht sein Leistungsmaximum am Nachmittag und ist auch am Abend noch fit. Abendtypen gehen relativ spät zu Bett.

Nicht wann wir ins Bett gehen, ist entscheidend, sondern dass wir regelmäßig zur gleichen Zeit einschlafen. Die bevorzugte Einschlafzeit sollte ein Erwachsenen-Leben lang etwa gleich bleiben.